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Kleine Vereinschronik von Max Benker (Vize-Präsident ATB Frauenfeld)Geburtstag des Arbeiter-Radfahrer-Vereins Frauenfeld ist der 17. Mai 1907. Im Restaurant Central in Frauenfeld folgen 13 Interessierte zur Gründungsversammlung. Leider kann vom ersten halben Jahrhundert Vereinsgeschichte nur wenig berichtet werden, da ein grosser Teil der Vereinsakten, welcher fein säuberlich im Vereinsarchiv welches sich im Gasthaus Kreuz befand, einem Brand zum Opfer fiel. 1912/13 wurde die erste und einzige Vereinsfahne angeschafft,
die heute noch vorhanden ist. Höhen und Tiefen der Vereinsaktivitäten wechselten in bunter Reihenfolge. In den ersten Jahren war das Tourenfahren vorherrschend. Nachdem später das Reigen- und Kunstradfahren eingeführt wurde, organisierten die Frauenfelder 1957 die Verbandsmeisterschaften zum ersten Mal. Wie vorgängig erwähnt hielt der Saalsport (Reigen- und Kunstradfahren) in unserer Sektion Einzug und bildete zusammen mit dem Tourenfahren die hauptsächlichsten Aktivitäten während des ersten halben Jahrhunderts. In den 50er Jahren fasste mit dem Eintritt einiger junger
Mitglieder in den Verein auch das Radballspiel im Vereinsgeschehen Fuss.
Erstes Trainingslokal des Vereins war die "Städtische Turnhalle".
Immer vor Trainingsbeginn musste man zuerst den Hallenboden mit einer
wichseähnlichen Flüssigkeit behandeln, damit der Boden einigermassen
rutschfest wurde. Ende der 50er Jahre, anfangs der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts dislozierte man in die damals neu erbaute Schulanlage Oberwiesen, wo der Verein im Untergeschoss der Doppelturnhalle unser neues zweites Trainingslokal von der Schulgemeinde zugewiesen bekam. Nun war die aufwändige lästige Bodenbehandlung vor Trainingsbeginn Vergangenheit. Zu diesem Zeitpunkt befasste man sich auch mit dem Gedanken
für die Gründung eines Radballturniers, das am ersten Januar-Wochenende
1961 seine Feuertaufe erhielt. Zurück zum gegründeten Neujahrs-Radballturnier.
Mit Fug und Recht darf man behaupten, dass sich dieser Event, welcher
in diesem Jahr 2007bereits zum 47. Mal ausgetragen wurde, zu einem der
erfolgreichsten Radballturniere der nationalen und internationalen Radballszene
überhaupt gemausert hatte. In den letzten Jahrzehnten hat sich der ATB Frauenfeld zu einem Radballclub mit modernen Strukturen entwickelt. Mit der Organisation des alljährlich jeweils am ersten Januar-Wochenende stattfindenden internationalen Neujahrs-Radballturnier, setzte der Verein immer mindestens einmal im Jahr einen Höhepunkt. Früher war das anders, der Verein war auch politisch
aktiv und besass in der organisierten Arbeiterschaft einen anerkannten
Stellenwert. Die Reisen zu den Meisterschaften und Turnieren wurden in
früheren Jahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt.
Heute wird fast ausschliesslich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, mit
dem Privatauto angereist. Der ATB Frauenfeld betreibt heute von den drei Hallenradsportarten nur noch erfolgreich den Radballsport, nachdem ein Versuch in den 70er Jahren das Einrad-Reigenfahren wieder einzuführen nach anfänglicher Euphorie fehlgeschlagen hatte. Die Nachwuchs-Abteilung des ATB Frauenfeld zählt zu den grössten der Schweiz. Es ist nicht auszuschliessen, dass in naher Zukunft eine talentierte Equipe hervorgehen wird, die dank der professionellen Trainingsführung sogar einmal den Sprung an die Spitze des Radballs schaffen könnte. 2007 kann der ATB Frauenfeld auf eine gesunde Mitglieder-Struktur mit 66 Aktiven und 82 Passiven verweisen. Insgesamt nahmen 10 Mannschaften von der NLB bis zu den Schülern an Meisterschaften und Turnieren teil. Hält man Ausschau auf das nächste Jahrhundert des ATB Frauenfeld (Frauenfelder Radballer), so steht ein weiterer Höhepunkt im Jahr 2010 (erstes Januar-Wochenende) auf dem Programm. Dann wird das traditionelle int. Neujahrs-Radballturnier zum 50. Mal ausgetragen. Max Benker |
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